LYSISTRATE
Komödie von Aristophanes
411 v. Chr., im zwanzigsten Jahr des Peloponnesischen Krieges geschrieben, ist Lysistrate eines der sogenannten Friedensstücke des Aristophanes. Er gilt als der bedeutendste Komödiendichter der Antike.
Während des Krieges zwischen Athen und Sparta lässt Lysistrate die attischen Frauen schwören, dass sie so lange auf das eheliche Lager verzichten, bis die Männer Frieden geschlossen haben. Lampito, eine Abgesandte aus Sparta will auch die Spartanerinnen zum Liebesstreik verpflichten. Die Athenerinnen besetzen die Akropolis und bemächtigen sich der Staatskasse. Lysistrate hat allerdings die größte Mühe, die Frauen zusammenzuhalten. Mit köstlichsten Ausreden versuchen sie wieder zu ihren Männern zu gelangen.
Kinesias, ein junger Ehemann, will seine Frau aus der Burg entführen. In einer großen Verführungsszene reizt sie seine Begierde bis aufs Äußerste und lässt ihn schließlich stehen. Auch in Sparta haben die Frauen gesiegt. Der Frieden wird geschlossen und mit Gesang, Tanz und Trunk gemeinsam auf der Burg gefeiert.
Über der Szenerie schwebt Aristophanes als Deus ex Machina: Seine Musik stärkt und beflügelt die friedenslüsternen Frauen.